Zwei Katzen und ein Baby – Vol. 2 – Das Geschenk

Meine Freundin hat bald Geburtstag. Hier liegt das Geschenk, es muss noch in eine visuell ansprechende Form im Sinne einer Geschenkverpackung gebracht werden. Das wird sich doch machen lassen.

Gute Vorbereitung ist die halbe Miete, also Geschenkpapier, Band, Kleberolle, Schere und eine Decke zum Drauflegen des Babys wird geholt. Kiste mit dem Geschenkzeug wird aufgemacht. Katze 1 ist drin und sucht schon mal das Geschenkband (um es durchzukauen und anschließend wieder vollgesabbert auszuspucken). Nein! Katze 1 ist also raus, Geschenkband gerettet, Kiste geht wieder zu. Baby guckt amüsiert und hat aus unerklärlichen Gründen schon die Luftpolsterfolie in der Hand. Luftpolsterfolie bei Babys? Lebensgefährlich! Nein, das darfst du nicht. Aber es knistert so schön und ist auch noch so ein seltenes grünes Exemplar denkt es sich wahrscheinlich. Raus kommt leider nur: Geschrei. Ich also: Ok, also nur kurz und ich halte es solange fest. Mit einer Hand hole ich also die Papierrolle raus. Kiste schnell wieder zu wegen herumliegendem Geschenkband und der Katzensabber von Katze 1. Katze 2, die gerade versucht dem ankommenden Staubsaugerroboter auszuweichen, erschreckt sich beim Anblick des langen Geschenkstabs und schaut empört. Katze 1 versucht derweil glücklicherweise erfolglos, die Kiste mit dem Geschenkzeug aufzubrechen. So. Ich lege mit den Händen das Papier um das Geschenk während ich mit dem Fuß die Luftpolsterfolie vorm Baby festhalte, die mir einen kurzen Moment der Stille beschert. Puh. Schnell festgeklebt, aber schwups hat die Katze 1 ein Stück Geschenkband ergattert in der Sekunde der offenen Kiste. Egal, soll sie es doch fressen, ist nicht so lang. Ich nehme ein zweites Stück und binde es um das Geschenk. Knoten. Da sich bewegendes Geschenkband vor einem sich nicht bewegenden Geschenkband favorisiert wird, wird ihr Band losgelassen und das bereits umgebundene angekaut. Kschhht! Weg mit dir! Ist ihr egal. Sie kaut wie hypnotisiert am Ende des Bandes und scheint im Katzen-Kauhimmel zu sein. Katze 2 steht daneben und guckt immer noch empört.

Der überhaupt nicht intelligente Staubsaugerroboter fährt sich fest und macht voll Krach. Ich komme nicht an, weil ich an der Luftpolsterfolie am Baby hänge. Ok, nur noch kurz aushalten, wir haben es gleich geschafft. Eine Schleife will noch gemacht werden. Am liebsten möchte ich das nasse durchgekaute Band abschneiden, aber Katze 1 steckt mit all ihren Schnurrhaaren mitten im Geschehen und bewegt sie wild umher.

Also ziehe ich die Katzensabber durch meine beiden Hände, sodass sich Speichelfäden an mir ziehen, binde eine nasse Schleife, schneide dann das völlig zerkaute und durchlöcherte Ende ab, trockne den Rest ab und überlege kurz, dass die Beschenkte zum Glück keine Katzenallergie hat. Die empörte Katze wird kurz mit nassen Händen gekrault und läuft nun wieder friedlich herum. Das Baby ist durch den jetzt vorbeitänzelnden Ringelschwanz abgelenkt und gibt freiwillig die Luftpolsterfolie her, schnell befreie ich den Roboter und friedliche Ruhe kehrt ein. Katze 1 putzt sich genüsslich nachdem sie mal wieder alles bekommen hat, was sie wollte.

Ich halte das Geschenk gen Himmel und seufze laut. Alle Beteiligten mit Ausnahme des Roboters schauen interessiert und unschuldig. Der hat sich nämlich in einem anderen Zimmer festgefahren.

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Musik unter der Geburt – Eine Playlist für ein Leben

Bei den Vorbereitungen auf die Geburt findet man im Internet sämtliche Listen, Einkaufstipps und Vorbereitungsempfehlungen. Auch ich las mich durch die Seiten und fand irgendwo einen Rat, den ich vom Herzen an euch alle hier weitergeben möchte: Nehmt Musik mit in den Kreißsaal. Wenn ich das Freundinnen erzähle, werde ich meist komisch angeschaut. Ich möchte es euch erklären.
Das klingt simpel, hat jedoch eine unglaubliche Wirkung. Solltet ihr vor der Geburt Kreißsäle besichtigen, fällt euch wahrscheinlich auf, dass in fast jedem eine Musikanlage steht. Mal ist diese sehr altbacken mit einem Radio oder CD-Spieler, mal gibt es Dockingstations für gängige Handys und ab und zu gibt es sogar zusätzliche Lautsprecher für den satten Sound im ganzen Raum. Wow.
Hier gilt es nun, die Augen und Ohren aufzuhalten und herauszufinden, wie ihr eure Musik dort hineinbekommt. Gibt es nichts vor Ort, ist ein Handy, vielleicht mit einem kleinen mobilen Lautsprecher, eine gute Alternative. Und weiter?
Eine Hebamme betonte, man solle unbedingt entspannende Musik mitnehmen. Hmmm, schwierig, wenn man sonst nach dem Motto lebt: je mehr beats per minute, desto besser. Ich versuchte mir also vorzustellen, was ich bräuchte, um zu entspannen ohne jedoch gleichzeitig traurig oder träge zu werden – denn auf einen Geburtsstillstand hatte ich null Bock.
Die Lösung für mich war: Tempo runter, Beats behalten. Ein Paar Singer-Songwriter mit einigen unbekannten Songs, die als unpenetrante Hintergrundmusik auch mal eben ausgeblendet werden konnten. Zum Beispiel.
Und wenn man dann einen einzigen Moment erwischt, in dem man selbst nicht weiß wohin mit sich, den Gedanken, den Schmerzen und dem ganzen Körper und auf die nackten Wände starrend sich am liebsten auflösen möchte – genau in diesem Moment merkt: hey, da ist noch was. Und sich wenn auch für nur eine Millisekunde in dem Lied verliert, kurz die Melodie summt, die Augen schließt, zu dem Klang bewegt – nur für diesen einen Moment ganz woanders und doch so sehr bei sich ist. In dem die Welt im Gleichgewicht ist und genau richtig, so wie es soll. Als wenn die Zeit nur in eurem Raum langsam weitergeht und nirgends sonst. Genau aus so einem Moment, egal wie kurz er auch war, kann man stark, groß werden und über sich und gefühlt auch über alles andere irdische wachsen – für alles, was noch kommt.
Für mich war die Musik in dem Moment perfekt. Ich wünsche euch allen genau so eine Erfahrung. Mit Musik oder einer liebevollen Massage oder auch nur in einem wunderschönen Augenblick, den ihr zu zweit mit eurem Partner genießt.

Nützliche Dinge rund ums Stillen

Neben Brust und Baby gibt es für das Stillen ein Paar Produkte zur Erleichterung eures Lebens.

Hier meine Top 10 Produkte zum Stillen.

  1. Stillkissen. Als meine Hebamme mir sagte, ich sollte mir eines kaufen und welches sie mir empfiehlt, fiel ich aus allen Wolken. So viel Geld? Für so eine Nudel? Ich ärgerte mich, aber besorgte es. In der Schwangerschaft wurde es erst jede Nacht aus dem Bett gekickt, dafür nach der Geburt jeden Tag benutzt. Unser Liebstes kann man zum Beispiel hier erwerben: Theraline Stillkissen Das Original 190 cm inkl. Bezug Sternenhimmel
  1. Mamma Pads. Solch eine geniale Erfindung! Im superheißen Sommer mit superkleinem Baby, welches gefühlt ständig gestillt wurde, habe ich mich so sehr nach etwas „Normalem“ wie Schwimmen gesehnt. Nur wie? Den Bikini vollmilchen wollte ich nicht. Gewöhnliche Stilleinlagen quellen auf und sehen wohl gaaaaaanz merkwürdig aus, wenn man aus dem Wasser kommt. Nun zu den Mamma Pads: die wiederverwendbaren Stilleinlagen (einfach wieder auswaschen) bestehen aus Silikon und werden auf die Brustwarze geklebt. Durch das mechanische Hindernis einer plattgedrückten Brustwarze läuft keine Milch. Also: fröhliches Schwimmen! Hier gäbe es diese: Theraline Mamma Pads – Die kluge Silikonstilleinlage
  1. Apropos: Stilleinlagen. Es gibt sehr sehr große Unterschiede (ich frage mich ehrlich, ob da jemand arbeitet, der die Produkte weiterentwickelt oder ob diese Sparte von manchen Firmen aufgegeben wurde?) und nachdem ich schon mal mühsam so eine festbackende Einweg-Stilleinlage vom Körper kratzen musste bleibe ich bei: Lansinoh Stilleinlagen, 36 Stück. Manche schwören auch auf wiederverwendbare Einlagen (Wolle/Seide z.B.), aber: ein zartes Gebirgsquellchen können die sicher gut auffangen. Solltet ihr eher der Springbrunnenfraktion angehören, bräuchtet ihr wohl doch lieber etwas mit mehr Kapazität…
  1. Multi-Mam Kompressen aus Baumwolle und einem Gel. Am besten direkt aus dem Kühlschrank nach dem Stillen auflegen. Tut soooooooooo gut, wenn die Brustwarzen mal gereizt oder entzündet sind.
  1. Brustwarzensalbe. Pflegt die Brustwarzen zwischen den Stillmahlzeiten vor allem in der Anfangsphase, in der diese stark beansprucht werden. Auch hier ist mein Favorit wieder: Lansinoh HPA Lanolin Brustwarzensalbe.
  1. Eine Still-App. Waaaaas? Ich habe heute 8 Stunden mit dem Füttern des Babys verbracht? Kein Wunder, dass ich mich fühle wie ausgesaugt. Achja, und welche Brust ist als nächste dran? Wann war die letzte Mahlzeit? Alles Sachen, die ich spätestens beim dritten Aufwachen nachts nicht mehr im Kopf behalten wollte. Es gibt da einige und ich bin bisher von keiner bedenkenlos überzeugt, weshalb hier mal keine direkte Empfehlung erscheint.
  1. Ein Nachtbustier: Weicher Still-BH ohne Bügel, Verschlüsse oder Clips zum Schlafen, der alles hält wo es hingehört und bei Bedarf mit einer Hand stillbereit wird. Hab zuvor zu viel Geld für merkwürdige vorne aufknüpfbare Nachthemden ausgegeben, die nachts ein Eigenleben entwickelten und alles bedeckten außer das Gewünschte. Daher absolute Empfehlung: Medela Schlaf Bustier, nahtlos, schwarz. Achtung: die weiße Version ist etwas durchsichtig.
  1. Still-Tops. Einfach, günstig, unkompliziert. Schaut im Klamottenladen eures Vertrauens danach.
  1. Still-BH. Mit einem gewöhnlichen BH klappt es nur sehr sehr mühsam. Lässt euch nicht einreden, ihr bräuchtet den BH schon in der Schwangerschaft oder könntet abschätzen, welche Größe es wird. Die Dinger liegen anschließend nur rum (weil nicht mehr passend) und richtig toll sehen die meisten auch nicht aus um sie später mal ohne einen Anlass zu tragen. Unbedingt anprobieren!
  1. Mullwindeln/Spucktücher. Es läuft gern mal was daneben oder retour, gerade zu Beginn des Stilltrainings mit eurem Schatz. Wir konnten gar nicht so schnell waschen, wie wir sie alle verbrauchten. Auch gut zum Drunterlegen, Pucken, Zudecken, als Lätzchen oder Kuscheltuch.

Was sind eure must-haves fürs Stillen? Habt ihr noch Empfehlungen für hübsche Nachtwäsche, die sich zum Stillen eignet?

Die Empfehlungen geben meine absolut subjektive Meinung wieder.

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Unser Lieblings-Stillplatz

Stillende Mütter wissen, dass man ganz schön viel Zeit damit verbringen kann, das Baby mit der Brust zu füttern. Um dies entspannt und ohne Stress zu bewerkstelligen, hilft ein gut vorbereitetes Plätzchen. Hier meine persönlichen Tipps für einen perfekten Stillplatz zuhause:

  • Eine bequeme Sitz- oder auch Liegemöglichkeit, von der man auch mit einem Baby auf dem Arm wieder gut aufstehen kann.
  • Ein oder mehrere Kissen oder ein Stillkissen.
  • Mega cool: etwas um die Füße hochzulegen.
  • In Reichweite des freien Armes (falls man mal keinen freien Arm hat, eine helfende Person in Rufweite): etwas zum Trinken. Zum Beispiel Wasser oder eine Schorle. Insbesondre die Traubenschorle war bei uns der Hit bei größeren Durstanfällen. Kennt ihr es auch? Man setzt sich hin und dockt das Baby an ohne Durst zu haben und ziemlich genau nach einer Minute kommt der Dursthammer und man steht plötzlich in der Sahara und sehnt sich nach einem Fluss, um sich gleich einem Fisch mit offenem Mund reinzustürzen.
  • Damit verbunden: ein Tisch o.ä. zum lagern der benötigten Dinge.
  • Was zu lesen, wenn es doch mal länger dauert. Am besten wenig raschelnd, um ein eventuell einschlafendes Baby nicht zu stören. Der Klassiker wäre ein Buch oder ein E-Book-Reader, Tablet, Handy. Bei den letzteren hilft ein Ladekabel und eine Steckdose in der Nähe.
  • Apropos Handy: solltet ihr die Stillzeiten mit einer App erfassen, dann braucht ihr auch das.
  • Mullwindeln/Spucktücker: Manchmal geht doch was daneben.
  • Stilleinlagen (die Milchflecken in der Kleidung sind ziemlich hartnäckige Biester).
  • Bei Bedarf: Brustwarzensalbe und/oder Kompressen.
  • Tagsüber auch hilfreich: eine Decke für das eingeschlafene Baby, sollte es auf dem Arm kuschelnd doch etwas zu kühl sein. Achja, der ultimative Test mit dem Fühlen im Nacken, ob dem Baby zu warm oder zu kalt ist, kommt bei schlafenden Babys nicht so gut an. Wir haben daher noch im wachen Zustand kurz Temperatur (Fenster auf/zu?) oder Kleidung (Pulli an/aus?) angepasst, um für ein Schläfchen vorbereitet zu sein.
  • Für die Nächte: ein Nachtlicht. Das Baby macht nämlich sehr gerne schmerzhafte Knutschflecke, wenn es die Brustwarze verpasst.
  • Ruhe. Das war vor allem zu Beginn DAS Wichtigste bei uns. Niemand, der stört und keine nervigen Geräusche. Mama und Baby können sich komplett auf die gar nicht so einfache Aufgabe konzentrieren und die Zeit gemeinsam genießen. So hat uns das am besten gefallen.

Zu bedenken ist zudem, dass die Stillpositionen variiert werden sollten, um die Brust gleichmäßig zu entleeren (als Vorbeugung von Milchstau), deshalb habe ich persönlich die wichtigsten Dinge an mehreren Orten gelagert (vor allem das Wasser).

Nach einiger Übung schafft man das Stillen auch problemlos an vielen ungewöhnlichen Plätzen und auch mit deutlich weniger Sachen. Nichtsdestotrotz freut man sich auch dann über eine gemütliche und kuschelige Ecke zuhause.

Was sind eure wichtigsten Utensilien? Habt ihr eine Stillecke? Oder einen Still-Sessel? Berichtet gern in den Kommentaren, ich bin sehr gespannt.

Seid gegrüßt, Mütter dieser Welt

Wenn ich draußen unterwegs bin, grüße ich innerhalb eines bestimmten Radius´ die Menschen, die mir begegnen. Sind ja alles irgendwie Nachbarn, auch wenn man sich nicht unbedingt kennt. Jedenfalls funktioniert es so in einem gemütlichen ruhigen Stadtteil einer Großstadt.
Und wisst ihr was? Es gibt noch einen viel viel viel größeren Radius, als der oben Genannte. In diesem werden mir begegnende Muttis mit Kindern begrüßt.
Also fast alle Mamas, die ich sehe, vorzugsweise mit einem Kinderwagen oder Trage. Insbesondere mit ganz kleinen Babys, oder welchen, die ähnlich alt sind wie Mäuserich. Warum eigentlich? Na, wir sind ja in einem Team. Wie die Busfahrer in der Stadt mit einem kleinen Wink, wenn sie aneinander vorbeifahren. Oder Fußballfans des gleichen Vereins. Oder Fahrer der gleichen seltenen Automarke. Oder halt Frauen, die kürzlich in ihrem Leben ein Leben gemacht und ihr eigenes dafür um einiges mehr in den Hintergrund gestellt haben. Jedenfalls zeitlich befristet, hoffentlich.
Irgendwo habe ich gelesen, nur weil man selbst ein Elternteil geworden ist, heißt es nicht, dass man automatisch andere Eltern mögen muss. Denn es ist ja nur ein gemeinsames Merkmal von vielen möglichen und sagt nicht besonders viel über deren Einzigartigkeit aus. Stimmt schon, oder? Dennoch hängt man vor allem in der Elternzeit mit anderen Muttis und Papis ab. Sonst hat ja kaum einer Zeit für einen Mittagsspaziergang. Sind ja auch alle nett. Oder hat mich die hormonelle Gehirnwäsche auch erwischt und meine untere Grenze von „ich mag dich“ ist tief in den Boden gerutscht, sodass ich nun zu jedem viel zu freundlich bin? Nee, nee fällt mir grad ein. Irgendwie sind auf den zweiten Blick doch nicht alle sympathisch. Zum Beispiel wenn man ins Gespräch kommt und dieses einfach überhaupt nicht vorwärts geht, weil man krampfhaft versucht eine ähnliche Wellenlänge zu finden. Oder wenn man feindselige mütterliche Blicke erntet, wenn man jemanden freundlich annickt. Das stimmt. Es gibt doch eine ganze Menge Leute, mit denen ich keinen Mittagsspaziergang machen möchte und das ist auch in Ordnung.
Grüßen tue ich euch alle trotzdem. Warum? Als Kind wurde mir beigebracht, alle Respektpersonen zuerst zu grüßen. Und seitdem mein eigenes Leben seit der Geburt von meinem Sohn komplett auf den Kopf gestellt wurde, habt ihr, alle Mütter dieser Welt, meinen vollsten und größten Respekt. Ich ziehe meinen Hut vor allen, auch vor mir selbst.
Und: Ich danke euch für Leben.

Babykurse – was ist aktuell angesagt

Hey ihr Lieben!

Geht es euch auch so, dass ihr in der Flut der Angebote nicht mehr wisst, was gut ist für euer Baby und sinnvoll für die Familie?

Nach einigem Herumprobieren und uns Umhören wollte ich euch an unseren Erfahrungen teilhaben lassen:

Vor der Geburt

– Der erste babybezogene Kurs, den Mamas oder Paare in der Regel besuchen, ist ein Geburtsvorbereitungskurs. Die meisten Mamas sagen im Nachhinein, vorbereitet auf die Geburt und die Zeit danach hätte er nicht. Aber irgendwie ein Paar Grundkenntnisse vermittelt hat er schon. Also hin da und persönliches Urteil bilden. Angeboten von Hebammen.

– Manche machen noch einen besonderen Sportkurs wie Schwangerenschwimmen oder Schwangeren-Yoga oder ähnliches. Bringt Spaß und viele nette Bekanntschaften. Hartes Workout ist da nur nicht zu erwarten. Schließlich will kein Anbieter ein Risiko eingehen. Wo? In Sportstudios, Tanzstudios, Schwimmbädern, Yoga-Anbietern…

– Besonderer Erste-Hilfe-Kurs für Kinder/Babys. Na, wie lange ist euer letzter Erste-Hilfe-Kurs her, den man für den Führerschein optimalerweise regelmäßig auffrischen soll? Wenn ihr immer noch überlegt, schaut euch das Angebot der Erste-Hilfe-Kurse für Kinder an. Diese sind sehr beliebt und lehrreich. Tipp: wenn ihr die Zeit habt, macht es bereits vor der Geburt. Danach in irgendwelchen Seminarräumen rumsitzen ohne gestört zu werden ist seeeehr schwierig. Wo? Elternschulen, Krankenhäuser, Privatanbieter…

Und nach der Geburt?

– Der erste Kurs, der von den meisten gemacht wird, ist der Rückbildungskurs. Absolut sinnvoll und unbedingt empfehlenswert, sobald ihr das ok eures Arztes oder der Hebamme habt. Achtung, jeder Anbieter macht unterschiedlich lange Sitzungen und somit eine unterschiedliche Anzahl von Terminen. Wo gibt es solche? Schaut auf Websites der Krankenhäuser und fragt eure Hebamme falls vorhanden.

– Und dann? Mama-Baby-Sport-Kurse gibt es sehr viele, zu finden meist im Internet oder auf Flyern beim Kinderarzt/Hebamme o.ä.. Sie haben den Vorteil, dass das Baby mitkommen kann und den Nachteil, dass man sich während der Stunde nicht völlig auf sich selbst konzentrieren kann. Wenn nichts gesundheitliches dagegen spricht, kann eine sportlich tätige Mama auch sanft wieder ins gewohnte Sportprogramm einsteigen. Manche Sportstudios stört ein Baby im Kurs überhaupt nicht, fragt einfach mal nach wie es bei eurem Lieblingsanbieter gehandhabt wird!

Und was für das Baby?

Babymassage? Häufig sagen die Eltern, solch ein Kurs war ganz in Ordnung, aber mehr nicht. Manchmal kann die eigene Hebamme einem etwas beibringen. Unser Mäuserich fand das improvisierte Massieren ohne Anleitung zuhause in Ruhe besser. Solch ein Kurs funktioniert nur bis ca. zu einem Alter von 6 Monaten. Danach robben euch die Babys einfach davon…

Pekip/Delfi/Krabbelgruppe/offene Babytreffs: sind eine super Sache, um andere Eltern kennenzulernen und den Babys einige Gleichaltrige vorzustellen. Diese finden nämlich andere Babys hochinteressant und kommunizieren häufig schon miteinander. Was noch? Man singt, tauscht sich aus, bekommt Spielanregungen. Als fester Termin in der Woche super, vor allem, weil die Babys meist riesige Freude daran haben! Beginnt meist ab dem 3. Lebensmonat, viele enden im Laufe des ersten Jahres. Es gibt auch Spiele/Musik/Bastelgruppen für ältere Kinder.

Solltet ihr viele Mamas in der Umgebung kennen, könntet ihr auch überlegen euch privat zu treffen. Ist entspannt und flexibel sowie kostengünstig, wenn ihr euch reihum bei den Einzelnen trefft.

Babyschwimmen: Ist eigentlich gar kein Schwimmen sondern eine Wassergewöhnung. Reaktionen sind mal so mal so. Sollte euer Schatz es nicht mögen, könnt ihr es ein Paar Monate später erneut versuchen. Was passiert da? Es wird im Wasser gesungen, verschiedene Grifftechniken der Babys gezeigt, Spielzeuge werden angeboten, Tunnel im Wasser gebaut, auf Schaumstoffbrettern im Bad „gesurft“ uvm. Kann ein Riesenspaß werden! Angeboten von Schwimmbädern und Sportvereinen, für Babys im Alter ab 3 oder 6 Monaten.

Was habt ihr gemacht, was war empfehlenswert?

Bei manchen Kursen muss man sich schon mehrere Monate im Voraus anmelden, bedenkt dies bei der Auswahl. Und: denkt daran, dass ihr es vor allem für euch und/oder das Baby tut und seht die Sache optimistisch. Freiwillige Unternehmungen sollten vor allem eines: Spaß machen!