Wie beschäftige ich mein Baby?

Hilfe! Wir langweilen uns! Geht es euch auch manchmal so? Trotz der vielen vorhandenen Möglichkeiten, weiß man nicht so recht, wie man mit dem kleinen Wurm den ganzen Tag beschäftigt bleibt ohne Langeweile aufkommen zu lassen.

Unser Mäuserich ist dazu auch noch ein besonders aktives Exemplar, welches stetig Entertainment braucht.

Hier unsere persönliche Strategie für einen für alle erfolgreichen und spaßigen Tag:

Wir versuchen regelmäßig alle Sinne meines Babys anzusprechen. Es klingt einfach und ist es tatsächlich! Sollte also zum Beispiel Buch anschauen langweilig werden, versuchen wir es mit Musik oder etwas anderem der folgenden Ideen:

1. Sehen: ganz einfach! Der Sehsinn wir ständig beansprucht und gefordert. Ganz zu Beginn sehen Neugeborene wenig, aber im Laufe der Zeit wird deren Fähigkeit besser. An einem Tag war es so, als wenn Mäuserich plötzlich aus einem Traum aufgewacht wäre und schaute von da an alles ganz genau an. Was also tun? Spazieren, zeigt dem Baby die Welt! Zieht Grimassen, zeigt ihm Bücher, Spielzeuge, eure Wohnung, die Haustiere.

2. Hören: Spielt den Kleinen schöne Lieder vor! Klassische Musik ist wunderbar. Wir hören hier auch sehr gern meine Lieblingsmusik, da es meine Laune hebt und Mäuserich damit auch besser drauf ist. Kinderlieder sind jedoch Babys Favorit. Und wenn wir zu all dem noch selbst singen, ist das Glück in Babys Augen schon zu sehen. Was hören eure Kleinen gern?

3. Riechen: Hier ein Plädoyer für das Riechen! An einem grauen verregneten Wintertag wussten wir nicht was tun. Und gingen… in ein Blumenfachgeschäft. Schon am Eingang wird man von tausend Düften empfangen, die innen in ein Meer aus wunderschönen Farben münden und in der Winterzeit auch noch wunderschön beleuchtet sind. Baby war begeistert. Schaut auf die Reaktionen eurer Kleinen. Gefällt ihnen etwas besonders gut? Geht doch mal näher ran – vielleicht ist da auch was zum Anfassen? Oder ihr nehmt etwas mit nach Hause?

Keine Lust, rauszugehen? Lasst Baby an dem riechen was ihr Zuhause habt. Obst, Gemüse, Pflanzen – probiert aus, was gut ankommt.

Auf einem Spaziergang könnt ihr den Babys mal einen Tannenzapfen zeigen, oder Moos, oder etwas Gras. Sieht ganz besonders aus und riecht so wunderbar!

4. Fühlen: Babymassage! Etwas Babyöl (notfalls geht es auch mit ein wenig Creme oder auch trocken) reicht in der Regel schon aus. Für eine Mini-Handmassage muss das Baby nicht mal ausgezogen werden. Beachtet eins: über Knochen (da wo es hart ist), fühlt sich eine Massage nicht gut an. Ansonsten freuen sich die Muskeln über leichtes Kneten. Achtet darauf, was dem Baby gefällt und beginnt ganz sanft.

Keine Lust zu massieren? Wie wäre es mit einer Runde Streicheleinheiten, zum Beispiel ganz sanft am Kopf?

Was geht auch gut? Die Gliedmaßen anfassen und benennen. Am Anfang wissen die Babys zum Beispiel gar nicht, dass die kleinen Füße zu denen gehören!

5. Schmecken: Sobald die Beikost beginnt, geht es richtig los! Das Baby Led Weaning ist ganz interessant für unterschiedliche Geschmäcker und Konsistenzen, auch mit Brei kann man eine große Geschmacksvielfalt anbieten. Wenn ihr sogar selbst für euer Baby kocht, schmeckt das Essen immer etwas anders. Ist das nicht spannend?

6. Gleichgewicht: Kann euer Baby den Kopf selbst halten? Steht es schon? Alle unsere Bewegungen sind auf einen funktionierenden Gleichgewichtssinn angewiesen. Auf unsere kommenden Achterbahnfahrten freue ich mich persönlich schon am meisten, aber bis dahin dauert es wohl noch eine Weile. Bis dahin tanzen wir mit dem Baby auf dem Arm oder wiegen, schaukeln und fliegen mit ihm durch die Welt. Der Kleine liebt es, aus den unterschiedlichsten Positionen heraus alle Dinge zu betrachten!

Meist erwischt man viele Sinne mit einer Unternehmung. Oder man macht ganz instinktiv bereits alle diese Sachen. Spannend finde ich zu sehen, wie sich die einzelnen Sinne entwickeln und mehr und mehr Freude an bestimmten Aktionen aufkommt.

Mag euer Baby grad nicht, versucht es später mal. Vielleicht ist es müde und möchte in Ruhe gelassen werden oder es ist hangry (ich finde dieses Wort so toll, beschreibt es doch auf englisch einen immer wiederkehrenden Zustand von hungry und angry, also hungrig und wütend zugleich, den man in der Regel leicht beheben kann).

Und denkt daran, die kleinen Mäuse und Mäuseriche brauchen Zeit um zu verarbeiten, was da gerade passiert ist. Lasst ihnen also immer wieder die Ruhe und Gelegenheit dazu.

Und wisst ihr was? Gerade in der Anfangszeit sind Tage im Bett, an Mama gekuschelt, mehr als Gold wert für die jüngsten Erdbewohner (und für uns). Genießt es! Wer weiß wie lange kuscheln noch toleriert wird vom bald aufmüpfigen Heranwachsenden!

Habt ihr noch Ideen? Was habt ihr so gemacht, wenn alle Spielzeuge schon bespielt waren und euer Baby immer noch erwartungsvoll geguckt hat?

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